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Elektrisch unterwegs auf Mallorca, ein Urlaubsbericht

Publiziert am 13.05.2015

Mallorca in Ruhe genießen – geht das? Wir haben es ausprobiert und im April 2015 eine Woche Urlaub auf einer Finca in Sant Llorenc mit vielen Ausflügen in die Umgebung gemacht. Wir – das sind Andrea und Helmut, ein Ehepaar um die sechzig, deren Kinder längst aus dem Haus sind. Unser Fazit: Es ist wunderbar. Das grüne Urlaubsparadies Mallorca ist jetzt noch ein Stück grüner. In unserem Urlaubsbericht stellen wir unsere Erfahrungen für alle zusammen, die auch einen solchen Urlaub für sich in Betracht ziehen.

Das Frühjahr auf Mallorca ist eine herrliche Zeit. Man entkommt dem noch trüben und kühlen Wetter in Deutschland und genießt bei angenehmen Temperaturen das Blütenmeer der Insel. Also fahren wir wie schon oft zuvor für eine Woche nach Mallorca. Dieses Mal wollen wir die Insel besonders ruhig bereisen und haben uns dazu ein Elektroauto, einen BMW i3, gemietet. Natürlich beschäftigen uns auch Fragen: Wie fährt sich das Auto? Werden wir an unserer Finca das Fahrzeug aufladen können? Bleiben wir unterwegs liegen und was machen wir dann? Spannende Fragen, denen wir mit Spannung entgegensehen.

Die Buchung des Elektroautos erfolgte bei Sixt auf deren Webseite. Bei Spezial-Angeboten wie diesen erhält man die Buchungsbestätigung nicht sofort. Da wird erst nochmal intern geprüft und nach wenigen Tagen dann das okay gegeben. Die Buchung der Finca geht etwas einfacher. Auf den Webseiten von Auf-nach-Mallorca finden sich mehrere Angebote von Fincas, die eine Ladesteckdose für Elektroautos gleich mit anbieten. Wir entscheiden uns für Sa Caseta d’en Entalaya bei Sant Llorenc im Osten der Insel, einem hübschen Häuschen mitten in der Landschaft, ca. 5 Minuten per Auto vom Ort Sant Llorenc entfernt.

BMW i3 im Blütenmeer

 

Mietwagenannahme im Flughafen Palma

Nach der Landung in Palma de Mallorca klappt die Übernahme des Fahrzeugs reibungslos. Während ich am Gepäckband auf die Koffer warte, schließt meine Frau direkt daneben am Sixt-Schalter den Mietvertrag ab. Zusammen gehen wir über den Vorplatz des Flughafens ins gegenüberliegende Parkhaus und bekommen vom Sixt-Team die Autoschlüssel und das Fahrzeug.

Die jungen Damen des Autovermieters sind froh, dass sie mir keine Einweisung geben müssen, da sie sich mit dem Fahrzeug selbst noch nicht so gut auskennen. Aber dank erster Probefahrten in Deutschland komme ich mit dem Fahrzeug und dem Ladevorgang klar. Rundgang ums Auto mit Überraschung: Das Fahrzeug hat nicht nur die übliche Typ2 Ladesteckdose, sondern ist zusätzlich für das Laden mit Gleichspannung nach CCS-Standard ausgerüstet. Das passt optimal zu den neuen Schnelladestationen, die gerade überall auf Mallorca installiert werden. Ein kurzer Blick unter die vordere Haube zeigt: Die Ladekabel für das Laden an Schukosteckdosen und Typ-2 Ladestationen sind da.

Elektroauto am Meer

Also Koffer einladen, einsteigen und dann der Moment: Startknopf drücken und es passiert – nichts! Zumindest hört man nichts, wenn in dem Fahrzeug all die elektronischen Geister (bei BMW nennen sie sich ‚Fahrerassistenzsysteme‘) erweckt werden, die jetzt unsere Urlaubsbegleiter sind. Also vorsichtig das Gaspedal – ich meine natürlich das Strompedal – gestreichelt und lautlos rollt der i3 in den mallorquinischen Frühling.

Unterwegs will meine Frau wissen, wie der famose Universal-Bedienknopf auf der Mittelkonsole genau funktioniert. Ich verweise sie auf das Bedienhandbuch, das allerdings nur auf Spanisch die Dinge erklärt. Die spätere Frage beim Verleiher, ob auch deutsche Handbücher verfügbar seien, wird eher schulterzuckend beantwortet.

Der Ladetest auf der Finca

Die Finca ist mittels der Anfahrtbeschreibung von Auf-nach-Mallorca sowie der Koordinaten, die ich ins Navi-System eingebe, unschwer zu finden. Der Hausbesitzer hat bereits das Eingangstor für uns geöffnet, so dass wir uns durch die etwas enge Einfahrt fädeln können: Wir sind da! Gleich zeigt uns die Fincabesitzerin Magdalena die Ladesteckdose, die sich direkt neben dem Parkplatz befindet: Es ist eine Typ1 Ladesteckdose und mein Gesicht wird etwas länger: Dafür habe ich kein Anschlusskabel. Zum Glück kommt Magdalena sofort mit einem Adapter für Schukostecker, so dass ich damit das Ladekabel des BMWs anschließen kann. Das Laden des sowieso noch halbvollen BMW klappt problemlos. Auch in der ganzen Urlaubswoche vermissen wir nie öffentliche Ladestationen unterwegs, da die Reichweite des BMW mit über 130km für unsere Ausflüge an die Südküste, die Bucht von Alcudia oder bis ins Tramuntana Gebirge völlig ausreicht.

Ladesteckdose auf der Finca

Lautlos in den mallorquinischen Frühling

Spannend ist immer wieder die Reaktion der Fußgänger am Straßenrand oder am Strand: Staunen, schauen, winken – überall. Früher musste ein Auto oder Motorrad möglichst laut sein, um Aufmerksamkeit zu erregen, heute ist es umgekehrt: „Das ist die Zukunft“ sagt Antonia am Markplatz von Sant Llorenc zu mir und deutet auf das Auto.

Gut zu wissen: Mallorca tut viel für diese Zukunft grüner Mobilität und investiert in ein Netz von 16 Schnelladestationen, die über die ganze Insel verteilt sind. Eine dieser Stationen finden wir in Manacor an der Repsol-Tankstelle direkt neben dem Lidl-Supermarkt: Sie ist im April 2015 bereits fertig montiert und geht im Mai in Betrieb. Drei Anschlüsse ermöglichen Schnelladen nach CCS-Standard, CHAdeMO und mit Typ2 Stecker. Mit diesem Netz sind beliebige Fahrten kreuz und quer durch die Insel ohne Einschränkung möglich.

Nach einer Woche Urlaub können wir sagen: Es ist ein unglaublich entspanntes und spannendes Erlebnis zugleich, mit einem Elektroauto Fincaurlaub auf Mallorca zu machen. Dank der herrlichen Sonne wissen wir auch, dass zumindest ein ordentlicher Teil des Stroms, den wir getankt haben, auch wirklich umweltfreundlich von Solaranlagen erzeugt wurde.

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2 Kommentare zu “Elektrisch unterwegs auf Mallorca, ein Urlaubsbericht”

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