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Die Insel Mallorca mit den vielen Gesichtern ist zu jeder Jahreszeit und für jeden Anspruch eine Reise wert. In 2 – 2 1/2 Stunden von jedem deutschen Flughafen erreichbar, bietet die Insel mehr als 300 Sonnentage im Jahr. Palma hat sich zu einer internationalen Metropole gemausert. Aufregende Boutiquen laden zum Shopping ein und das Kulturprogramm kann sich sehen lassen. Für Biker ein Eldorado. Im Velo-Mekka trainieren nicht nur die Großen wie Erik Zabel und Konsorten. Die Bedingungen sind wie geschaffen fürs Radeln. Perfekte Straßenbeläge und nahezu alle erdenklichen Streckenprofile garantieren die idealen Trainingsbedingungen. Auch Golfer kommen auf ihre Kosten. 17 Golfplätze locken rund ums Jahr die Golfer zum Putten, Pitchen und Driven auf die Insel. Und für Wanderer ist die Insel ein echter Geheimtipp. Von leichten bis zu hochalpinen Touren bietet die Bergwelt alles, was das Wanderherz höher schlagen lässt.
Mittendrin statt nur dabei. Artà, ein kleiner Ort – ca. 6000 Einwohner – im Nordosten der Insel. Je nach Jahreszeit herrscht in den Gassen und Strassen absolute Stille. Im Sommer sitzen die Mallorquiner vor ihren Häusern und erfüllen die Gassen mit Stimmengewirr und Gelächter. Straßencafes und Restaurants bieten für jeden Gaumen – von der bodenständigen, mallorquinischen Küche bis hin zur gehobenen Gastronomie – einen Anreiz. Zahlreiche ruhige, verträumte oder wahlweise lebhafte Badebuchten sind in 10 – 20 Autominuten zu erreichen. Wer auf Eisen und Hölzer nicht verzichten möchte, kann in unmittelbarer Umgebung sein ganz persönliches „grün“ auf 4 Golfplätzen entdecken. Für Wanderer und Biker ist Artá der ideale Ausgangspunkt.
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| Das Stadthaus liegt in Arta im Nordosten von Mallorca. |
Ein Blick in die Fußgängerzone von Arta gen Marktplatz. Links das bekannte Café Parisien |
Die Stadt Artá: Im Zentrum eines weitläufigen Tales und am Fußes eines Berges liegt die Stadt Artà, beherrscht von dem Festungsmauern von Sant Salvador mit der Kirche im gotischen Stil. Hier leben 5500 Menschen. Auffallend ist der Altstadtkern, der geprägt ist von den Wohnhäusern und Palästen der früheren Besitzer der Landsitze und der großen Höfe der Gemeinde. Außerdem hat die Tatsache, daß die Gemeinde nicht direkt von den Veränderungen durch den Tourismus betroffen ist, ihre alten Traditionen fast intakt aufrechterhalten (Feste wie die von Sant Antoni, mit den Dämonen und Feuern, Kunsthandwerk wie die mallorquinischen Stickereien und die Handarbeit aus Palmenblättern, typische Gerichte wie die gefüllten Teigtaschen: Die salzigen empanades und die süßen robiols, oder die pikante Paprikawurst sobrassada) und hat dazu beigetragen, das charakteristische Ambiente eines mediterranen, gastfreundlichen und lebhaften Dorfes zu erhalten.
Kugelpanorama von der Burg Sant Salvador. Verwenden Sie die Maus um nach oben und unten zu schauen.
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| Sant Salvador - Arta - Mallorca | Blick von Sant Salvador auf Arta |
Die archäologischen Reste belegen die menschliche Besiedlung des Gebietes von Artà der pretalayotischen Periode, zumal die meisten Fundorte, die wir heute ansehen können, aus der Epoche der talayotischen Megalithen stammen (Siedlung von ses Païsses, talayot de sa Canova). Ohne Zweifel hat die römische Herrschaft auch ihre Spuren hinterlassen. Während der arabischen Epoche war die Halbinsel von Artà (Yartan) einer von dreizehn Distrikten, in die die Insel eingeteilt war. Die Entstehung der Stadt geht auf die Ankunft der Premostratensermönche zurück, die nach der katalanischen Eroberung das Priorat von Santa Maria del Bellpuig gründeten. Am Ende des 15. Jahrhunderts wurde die Stadt Almudaina genannt und der Name Artà bezog sich auf den ganzen Bezirk. Zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert stieg die Bevölkerung merklich an. Die Landwirtschaft herrschte noch immer vor, wenn sich auch allmählich eine Textilindustrie entwickelte. Im Jahre 1820 wurde die Stadt Artà von einer Beulenpestepedemie heimgesucht an der 1200 Menschen starben. Im 19. Jahrhundert trennte sich Artà von Capdepera und Son Servera ab. Damals gab es im Bezirk Artà noch immer die Struktur der Großgrundbesitze, die sich den größten Teil des Territoriums aufteilten. Am Ende jenen Jahrhunderts nimmt das Handwerk aus Palmenblättern an Bedeutung zu, bei der vor allem die weibliche Arbeitskraft eingesetzt wurde und welches ein unverzichtbares Zubrot zum Unterhalt vieler Bauernfamilien war. 1880 wurden Territorien im Nordosten der Devesa de Ferrutx parzelliert, womit der Küstenort Colònia de Sant Pere, eine landwirtschaftliche Kolonie, gegründet wurde, die im Laufe des 20. Jahrhunderts sich zu einem Touristenort entwickelte, ohne das er sein altes Gesicht verloren hätte. 1921 wurde die Eisenbahnlinie eingeweiht, die Artà mit Manacor verband und in den sechziger Jahren diversifizierte sich die Wirtschaft des Bezirks im Zusammenhang mit dem aufkommenden Touristenboom.
Die Zelebration der Feiertage von Artà ist die stärkste Demonstration für das Volksempfinden seiner Bewohner. Die aktive Beteiligung an allen wichtigen Festen, immer mit dem ganzen Respekt für die Tradition, ist ein Zug, der ihnen noch immer am meisten Glanz verleiht und sie charakterisiert. Die Feiern von Sant Antoni, Mitte Januar, sind besonders beispielhaft. Der Kirchenvorstand, bestehend aus zwei Vertretern des Volkes uns der Kirche, hat den Auftrag, die Reihenfolge der Zelebration anhand eines alten Protokolls einzuhalten. Am 16. Januar wird morgens um acht Uhr im Haus des Kirchenvorstandes mit heißer Schokolade und Ensaimadas gefrühstückt. Danach zieht der Umzug mit Musik, währenddessen die Teilnehmer schon vom Moskatellerwein und dem Mesclat reichlich gekostet haben, durch die ganze Stadt, begleitet von dem charakteristischen und gefeierten Dämonenpaar, Symbole für das Böse und die menschliche Versuchung. Am Nachmittag, zur Vervollständigung, werden Fragmente aus dem Leben des Heiligen Antonius vorgelesen und typische Lieder für diesen Feiertag gesungen. Am Abend gibt es überall in der Stadt große Feuer und es versammeln sich die Sänger und Sängerinnen, die das Publikum mit Volksliedern und Glossen beglücken, von denen viele einen klaren erotischen oder beschimpfendem Inhalt haben, im Schutze der Straffreiheit, die ihnen die Gesellschaft erteilt, alles im Rahmen, den das Fest diktiert: Alles ist gern gesehen in dieser Nacht der Feuer und Dämonen. Am nächsten Tag, dem 17. Januar, zelebriert man die Pferdeprozession, nach den Vorschriften und Traditionen der Einsegnungen der Haustiere und der Pferde, immer mit der Präsenz des geduldigen Sant Antoni auf einem Esel, belagert von den Dämonen. Am Ende des Festes, nach dem religiösen Akt, wird die Handlung gelesen, die von einem Dichter verfasst wurde und in der in Reimform die wichtigsten Ereignisse des eben beendeten Jahres zusammengefasst werden. (Auszüge aus der offiziellen Homepage der Stadt Artá)
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| Das ist der heilige Antonius mit seinem Schwein | Der Festwagen der Folklore-Gruppe "Esclafits i Castanyetes". Möchten Sie mal hören? Klicken Sie hier (18 Sekunden) |
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| Auch ein Festwagen :-) | Die Mallorquinier sind stolz auf ihre prächtigen Pferde. |
Sant Antoni vom 16. - 17. Januar, der heilige Antonius mit seinem Schwein. Der Sage nach hat er das Ferkel gerettet, das Tier war ihm dafür ein Leben lang treu. Der Umzug der Festwagen mit vielen Tieren durch die Altstadt von Artà anlässlich des Volksfestes Sant Antoni, am Marktplatz wartet dann der heilige Antonius auf seinem Esel, um die Tiere zu segnen.
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