Am Aschermittwoch kommt Corema, die Fastenhexe!

Die Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch, und wird an vielen Orten auf der Insel am Abend zuvor mit dem “Begräbnis der Sardine” eingeläutet.

Corema nennt man die siebenwöchige Fastenzeit auf Mallorca. Sie beginnt am Aschermittwoch und endet am Ostersamstag.

Zu Beginn der Fastenzeit schrubben auf Mallorca noch heute viele Hausfrauen ihre Töpfe und Pfannen, damit wirklich kein Fitzelchen vorangegangener Mahlzeiten hängen bleibt.

Zur Fastenzeit steht auf dem Speisenplan eigentlich nur Obst, Salat und Gemüse, kein Fleisch und kein Fett. Der Körper soll durch das Fasten ebenso gereinigt werden wie die Seele. An jedem Mittwoch und Freitag sollen diese Regeln mit ganz besonderer Sorgfalt eingehalten werden.

Auf Mallorca wird Corema seit dem Mittelalter durch eine alte, hässliche Hexe personifiziert, die spindeldürr auf sieben Beinen steht: Sa Jaia Corema – die Fastenhexe. Sie hat sieben Zähne undsieben Füße und sie trägt in der linken Hand einen getrockneten Stockfisch, in der rechten ein Bund Gemüse. An ihrem Rock hängt ein Rosenkranz als Zeichen für Buße und Einkehr.

Häufig lehnt Sa Jaia Corema ab Aschermittwoch in der Küche an der Herdwand, nach traditionellem Vorbild auf Pappe oder Holz gemalt. Jede Woche schneidet man ihr eines der sieben Beine ab, und am Donnerstag der vierten Woche wird sie feierlich in der Mitte durchgesägt. Aus Sa Jaia Corema wird Sa Jaia Serrada, die Zersägte. Halbzeit!

Am Ostersamstag ist die Leidenszeit vorbei, und die Hexe, oder was noch davon übrig ist, wird feierlich verbrannt. Das Osterfest kann mit allen Leckereien welche die mallorquinische Küche hergibt gefeiert werden.

“Wenn jeder Tag ein Festtag wär, in jedem Monat Weihnachten, und Ostern jede Woch’, gäb’s keine Fastenzeit”, lautet ein Spruch der Mallorquiner, der zeigt wie sehr sie auf das erlösende Ostern warten, auch wenn die Fastenzeit längst nicht mehr so sehr eingehalten wird wie in vergangenen Tagen.

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Wer interessiert sich für die Kultur Mallorcas?

SA ERA bedeutet die Tenne. Jede Finca auf Mallorca hatte eine eigene Tenne. Das war ein runder Platz, meist an luftiger Stelle gelegen, von 10 bis 13 Metern Durchmesser, eingefasst von Steinen.

Die Garben wurden auf diesem Platz ausgelegt. In dessen Mitte stand ein Mann, der 5-8 Maultiere an einer Leine hielt. Die Maultiere gingen im Kreis und zogen eine Walze hinter sich her. Die Walze aus hartem Stein in Form eines stumpfen Kegels hatte Längsrillen. Durch das Überwalzen trennten sich die Getreidekörner von den Garben: Das nennt man dreschen. Diese Walze (Bild oben links) befindet sich zu Dekorationszwecken auf der Finca Son Comte

Das untere Foto stammt von der Finca Sa Franquesa Vella und wurde ca. Anfang des 20. Jahrhunderts aufgenommen. Hier gehen 2 Maultiere im Kreis und ziehen den Dreschkegel hinter sich her.

Wer sich für die Kultur der Balearen interessiert, dem sei die Webseite von Erzherzog Ludwig Salvator empfohlen. Der Österreicher hat vor ca. 150 Jahren auf Mallorca gelebt und ein Meisterwerk geschaffen. Er beschrieb und illustrierte die Kultur und Geografie Mallorcas:
www.ludwig-salvator.com

Im Buch DIE BALEAREN IN WORT UND BILD, Band 1 Seite 259 und 260 findet man eine detaillierte Beschreibung und eine Zeichnung einer solchen ERA:

http://www.ludwigsalvator.com/digi/balearen1/ramleh.htm

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Karneval auf Mallorca – Mallorca Alaaf!!!

Hier im Rheinland streiten sich ja die Jecken der Karnevalshochburgen Düsseldorf mit ihrem HELAU und die Kölner mit ihrem ALAAF um den „richten“ Karnevalsausruf bei den Karnevalsumzügen – ich frage mich, was bei den Umzügen auf Mallorca gerufen wird??? Im Zweifel ein leisen „HOLA“?

Und gibt es denn eigentlich ordentlich Kamelle oder Orangen aus Sóller wie in dem kleinen rheinischen Ort Heimbach-Weis? (Eine Aktion, die Teil eines karnevalistischen Austauschs zwischen Sóller und Heimbach-Weis ist)

Auf jeden Fall wird auch auf Mallorca gefeiert:
mit dem Dijous Jarder – dem so genannten Schmalz-Donnerstag – beginnt für die Mallorquiner der Karneval! Karneval wird auf der Insel auch „die letzten Tage genannt“, weil es sich um die letzten Tage des Vergnügens vor der Fastenzeit handelt. Brauch ist in diesen “letzten” Tagen der Verzehr von „Ensaimades de Tallades“ – ein typisches Gebäck, das mit Schweineschmalz gebacken wird.

Am Sonntag werden zum großen Faschingsumzug „Sa Rua“ in Palma rund 20.000 Narren erwartet. Der Umzug startet ca. 16h an den Ramblas und endet am Paseo Mallorca. Im Anschluss an den Umzug werden Preise für die besten Wagen und Kostüme auf der Plaça Joan Carles vergeben. Und extra für Kinder gibt es darüber hinaus den kleinen Umzug “Sa Rueta”.

Richtigen Dorfkarneval gibt es auf der Insel auch: z. B. am 18.2.12 um 16.30h im Ortskern von Binissalem!

Und auch die Partygänger kommen in Palma voll auf ihre Kosten, denn in Palma gibt es zu Karneval jede Menge originelle Kostüm-Bälle.

Also bleibt nur eins zu wünschen: viel Spaß!!!!

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Die Quellen Ses Fonts Ufanes sprudeln wieder!

Kaum zu glauben, dass dieses Flussbett meistens trocken liegt…

Nach den starken Regenfällen der vergangenen Tage sprudeln die Quellen Ses Fonts Ufanes wieder. Zu beobachten ist dieses Phä­nomen jedes Jahr drei bis sieben mal. Zuletzt waren die Quellen im November vergangenen Jahres zu bestaunen, versiegten dann aber wieder in Folge der Trockenheit. Aktuell geht man davon aus das Naturschauspiel mindestens heute und vielleicht auch morgen noch beobachten zu können!

Auf dem Landgut Gabellí, in der Nähe der Wallfahrtskapelle Sant Miquel bei Campanet, kann man das einzigartige Wasser­schau­spiel auf Mallorca beobachten. Nach starken Regenfällen sprudeln die so genannten Fonts Ufanes aus dem Boden des Steineichen­waldes. Diese Quellen können eine außerordentliche Durch­fluss­menge von bis zu 100 m³ Wasser pro Sekunde zu Tage fördern.

Ein Schauspiel, das jedes Mal hunderte von Zuschauern in seinen Bann zieht.

Bei den Fonts Ufanes handelt es sich um eine Vauclusequelle, die immer nach Regenfällen im Gebiet des Puig Tomir mächtig und unvorhergesehen aus dem Erdreich sprudelt. Dieser Wasserstrom ergießt sich dann in den Sturzbach Torrente de Sant Miquel und nachdem er die Ebene von Sa Pobla durchquert hat, mündet er in das Feuchtgebiet der Albufera von Mallorca.

Um die nachhaltige Nutzung des Wassers zu sichern und die Einzigartigkeit und Schönheit der Ses Fonts Ufanes zu bewahren, hat die Regierung der Balearen diese Quellen bereits im Jahr 2001 zum Naturdenkmal erklärt.

Das öffentliche Landgut Gabellí Petit erreicht man über den Ort Campanet.
Von Campanet geht es weiter zur Wallfahrtskirche Sant Miquel, in deren Nähe auch das Auto abgestellt werden kann. Wenige Minuten von der Wallfahrtskirche entfernt, in Richtung der Brücke von Sant Miquel, befindet sich der Eingang zum Landgut. Auf dem Gelände des Guts folgt man einem breiten Forstweg an den Gebäuden vorbei, bis man nach etwa 15-20 Minuten zu dem Steineichenwald kommt, in dem die Quellen aus dem Erdreich sprudeln.

Seit kurzem gibt es auch ein Besucherzentrum auf der Finca.
Die Besuchszeit ist von 10.00 bis 17.00 Uhr.

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Besucherzentrum für die Tramuntana eröffnet!

Das Besucherzentrum Ca s’Amitger in der Sierra de Tramuntana wurde eröffnet!

Ein gutes halbes Jahr, nachdem die Tramuntana zum Unesco Welterbe erklärt wurde, bietet das “Centro de Interpretación” über zwei Stockwerke verteilt einen umfassenden Einblick in die Natur- und Kulturlandschaft der Sierra de Tramuntana.

Mit audiovisueller Unterstützung (in mehreren Sprachen) begibt sich der Besucher auf Entdeckungstour der über 62.000 Hektar Berglandschaft und der gut 1.100 Hektar Unterwasserwelt der Tramuntana.

Ein Videofilm erläutert die historischen Ursprünge des “Ca S’Amitger”. In der folgenden Abteilung bekommt der Gast einen Einblick in die “Heiligen Wälder” der Tramuntana. Die Aufnahmen der Berglandschaft, aber auch der 700 sprudelnden Naturquellen sind wirklich beeindruckend.

Weiter geht die Tour entlang der mehr als 90 Kilometer langen Küste der Tramuntana. 12 ihrer gewaltigen Berge sind über 1.000 Meter hoch und einige der rund 1.000 Höhlen, die es dort gibt, sehen die meisten Besucher bestimmt zum ersten Mal.

In der Abteilung “Flora und Fauna” erfahren die Besucher, dass 65 Pflanzenarten der Tramuntana endemisch sind, also nur auf den Balearen vorkommen. Und auch 60 Prozent der Tiere hier sind endemisch – wie z. B. die erst 1970 als Lebendfund entdeckte
“Sapillo balear”, die “Geburtshelferkröte”.

Der zweite Stock widmet sich dem Handwerk. Dort bekommt der Besucher einen Einblick in den historischen Berufsalltag der Tramuntana-Bewohner. In der Abteilung der “Impressionen” wird vermittelt, wie Künstler wie z. B. George Sand, Joaquim Mir oder Erzherzog Ludwig Salvator ihre Erlebnisse in diesem besonderen Lebensraum festgehalten und der Nachwelt vermittelt haben.

Ein Raum komplett aus überdimensionalen Zeitungsartikeln als moderner Pressespiegel bildet den Abschluss der interessanten Entdeckungstour.

Das Besucherzentrum liegt direkt am Parkplatz des Kloster Lluc und ist täglich von 9 bis 16 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

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Sant Sebastia

Am 20. Januar wird auf Mallorca der Ehrentag des Heiligen Sebastian, Palmas Schutzpatron gefeiert. Bereits am Abend des 19. wird ein umfangreiches Rahmenprogramm, die Revetla geboten. Ganz Palma verwandelt sich in ein großes Musik-Festival. An zahlreichen Feuerstellen werden mitgebrachte Steaks und Würstchen gegrillt und im gesamten Zentrum von Palma treten Livebands auf.

Zum Abschluss des Festes gibt es am 22. Januar im Hafen von Palma ein spektakuläres Feuerwerk Aiguafoc. Dimonis (Feuerteufel) wird es dieses Jahr nicht geben.

Der heilige Sebastian war ein römischer Hauptmann, der 288 n. Chr. zum Tode verurteilte wurde, weil er den christlichen Glauben in der römischen Armee propagiert hatte. Sebastian überlebte die Pfeile des Exekutionskommandos und wurde von einer barmherzigen Witwe namens Irene aufgenommen. Kaum wieder genesen, wurde er erneut festgenommen und dem Kaiser Diokletian vorgeführt. Der ließ ihn zu Tode prügeln und seinen Leichnam in die Kloaken werfen. Seine Überreste wurden von einer Christin namens Lucina geborgen und in Rom bestattet.

Überlieferungen zufolge gab es schon Mitte des 14. Jahrhunderts in der Kathedrale einen Altar mit Sebastian-Reliquien: einem Stückchen Rippe und einer Pfeilspitze. Der Legende zufolge wurde jedoch erst während der Pest-Epidemie 1522/1553 ein Armknoc

hen von einem griechischen Geistlichen auf die Insel gebracht. Mit der Ankunft des Knochens des heiligen Sebastians verschwand die Pest, und die Stadt hatte ihren Schutzpatron :-)

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Der Heilige Antonius – Sant Antoni

Kaum sind die Weihnachtsfeiertage mit den Heiligen Drei Königen zum Abschluss gekommen, geht es auf der Insel feierlich weiter: mit den Feierlichkeiten zu Ehren des Heiligen Antonius rund um den 17. Januar!

Der heilige Antonius wurde in der zweiten Hälfte des dritten Jahrhunderts in Ägypten geboren. Der wohlhabende Mann folgte dem Ruf des Evangeliums, überließ sein ganzes Vermögen den Bedürftigen und zog als Eremit in die Wüste. Dort wurde er das ein und andere Mal (jedoch immer erfolglos) vom Teufel in Versuchung gebracht. Als er am 17. Januar 356 im Sterben lag, legten sich zwei Löwen neben ihn und gruben ihm ein Grab. Während sie seine Hand ein letztes Mal beschnupperten, segnete sie der Heilige Antonius. Er ist der Schutzpatron der Haustiere und des Viehs.

In der Nacht vom 16. auf den 17. Januar wird mit Lagerfeuern und Volkstänzen auf der Insel gefeiert – Teufel ziehen duch die Gassen und werden mit den Feuern vertrieben. Ein wirklich lohnenswertes Spektakel! Am 17. Januar finden seit dem 14. Jahrhundert die Tiersegnungen statt, in einigen Dörfern aber auch an anderen Tagen:

13. Januar: Lagerfeuer in Binamar um 19.30h und Sencelles um 20h.

14. Januar: Lagerfeuer in Selva um 17.30h, Santa Eugènia und Llucmajor um 18h. In Consell, Binissalem und Santanyí um 20h. Tiersegnungen in Caimari um 15.30h und in Selva um 16.30h.

15. Januar: Tiersegnungen in Llucmajor vor der Pfarrkiche um 11h, in Sencelles und Binissalem um 12h. In Sóller, Santanyí und Búger um 15.30h.

16. Januar: Lagerfeuer in Alaró um 18h, in Porreres, Sineu und Capdepera um 19h, in Cala d’Or um 19.30h, in Sencelles und Es Llombards um 20h und in Pollença um 21h und in Sa Pobla um 19h.

17. Januar: Tiersegnungen in Capdepera um 15h vor der Kirche. In Palma ab 10.30h von der Kathedrale bis zur Kirche Sant Antoniet, wo die Tiersegnungen um 12h stattfinden. In Pollença um 10h, in Consell um 12h. In Porreres und Felanitx um 15.30h und in Alaró um 16h. In Sineu um 16.30h.

 

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Die Mandelblüte 2012

Gerüchten zufolge wurden ja bereits Mitte Dezember erste Mandelblüten gesichtet…

Die Zeit der Mandelblüte auf Mallorca ist eines der großen Highlights auf der Insel. Viele Touristen zieht es in dieser Zeit auf die frühlingserwachende Sonneninsel Mallorca, um sich am rosa-weißen Meer aus Mandelblüten zu erfreuen. Die Bittermandeln mit ihren rosafarbenen und die Süßmandeln mit ihren weißen Blüten sind auf der ganzen Insel zu finden.

Die Mandelblüte auf Mallorca beginnt in der Regel Mitte Januar. Wegen der milden Temparaturen öffnen sich in der Gemeinde Manacor bereits jetzt die ersten Mandelblüten. Der schönste Zeitraum ist im Februar, denn dann sind beide Mandelsorten in voller Blüte und bis in den März hinein zieht sich das beeindruckende Schauspiel. Ein einzelner Mandelbaum ist schon sehenswert, aber richtig eindrucksvoll sind die großen Mandelplantagen auf Mallorca, die ein großes Blütenmeer bilden. An den Straßen zwischen Valldemossa und Palma gibt es z.B. sehr viele Mandelbäume, so dass sich ein Ausflug zur Mandelblüte in diese Gegend unbedingt lohnt.

Die Finca Es Rafal Roig kann man auch die Mandelfinca nennen, denn auf ihr werden seit jeher Mandeln angebaut.

 

Leider kann man nie ganz genau sagen wann und wo die Mandelblüte beginnt, da der Beginn abhängig ist von dem Verlauf der Natur und auch die verschiedenen Sorten an den verschiedenen Orten zu verschiedenen Zeiten zu blühen beginnen.

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Dreikönigstag auf Mallorca

Auf Mallorca bekommen die Kinder die Weihnachtsgeschenke hauptsächlich am 5. Januar, dem Vorabend des Dreikönigstages. Schließlich waren es auch vor über 2000 Jahren die heiligen drei Könige Kaspar, Melchior und Balthasar aus dem Morgenland, die die Geschenke Gold, Weihrauch und Myrrhe mitbrachten. Auf Mallorca kommen die drei Weisen am Abend des 5. Januar per Schiff an, steigen in Ihre Sänften, die von Kamelen getragen werden und ziehen durch die Ortschaften. Insbesondere in Palma de Mallorca ist dieser Umzug, die “Cabalgata de los Reyes” wie Weihnachten, Silvester und Karneval gleichzeitig. Viele geschmückte Festwagen, begleitet von Fußgruppen und Musikkapellen ziehen an den Menschenmassen vorbei und verteilen Bonbons. Der Umzug beginnt gegen 18 Uhr am Hafen und endet gegen 20 Uhr am Rathausplatz. Die Wagen sind beladen mit Geschenken, die die Eltern zuvor für ihre Kinder abgegeben haben.

Danach bekommen die Kinder zu Hause die Weihnachtsgeschenke überreicht. Es wird der “Roscón de Reyes” der Königskuchen gegessen. Das ist ein Kranzkuchen, in welchen eine kleine Münze oder kleine Figur eingebacken wurde. Derjenige, der die Münze oder Figur findet, ist der König des Abends, er darf sich eine Pappkrone aufsetzen.

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Weihnachten und Silvester auf einer Finca auf Mallorca

Verbringen Sie Weihnachten und Silvester doch mal ganz ohne Weihnachtsstress mit Freunden oder der Familie auf einer Finca Mallorca! Weihnachten auf Mallorca wird auf die mallorquinische Art gefeiert. In den meisten Häusern und auf vielen öffentlichen Plätzen findet man die traditionelle Weihnachtskrippe. Langsam setzt sich auch der Christbaum durch. Von Dezember bis Ende Januar werden viele Dörfer und Städte auf Mallorca mit Weihnachtsbeleuchtung dekoriert. Die Hauptstadt Palma wird mit rund 100.000 Lämpchen besonders schön beleuchtet. Palma de Mallorca gehört in diesen Tagen den Einheimischen, Residenten und echten Mallorca Liebhabern. Heiligabend trinkt man traditionell heiße Schokolade und isst dazu die berühmte Ensaimada. Danach gehen die Mallorquiner in die Mitternachtsmesse, die “Misa del Gallo”. Das eigentliche Weihnachtsfest auf Mallorca findet erst am 25. Dezember statt. An diesem Tag trifft sich die ganze Familie zum weihnachtlichen Mittagessen – Familie ist wichtig auf Mallorca. Es werden verschiedene kalte Braten serviert, dazu Eierspeisen, Spanferkel (lechona) gefüllt mit der süßlich-aromatischen mallorqui­nischen Streichwurst “Sobrassada” und vor allem Süßspeisen. Die bekannteste ist “Turrón” in seinen verschiedensten Formen. Die Kinder müssen allerdings noch warten: Geschenke bringen in den meisten Familien auf Mallorca die Heiligen Drei Könige jedes Jahr am 6. Januar. Am Vortag, dem 5. Januar gibt es überall farbenprächtige Umzüge mit den drei Königen auf Pferden oder Kamelen. Mit Geschenken beladene Wagen folgen den “Reyes Magos”, den Heiligen Drei Königen.
Zuvor heißt es aber noch “April-April”: Der 28. Dezember ist der “día de los inocentes”, der Tag der “Unschul­digen” oder “Leichtgläubigen”. Er geht auf König Herodes zurück, der die Kinder töten ließ, die in Betlehem neu geboren waren. An diesem Tag treibt man Scherze wie bei uns am 1. April. In Palma de Mallorca findet am Silvester Morgen auf dem Rathausplatz die „Festa de L’Estendard“ statt. Das Fest der Standarte, an welchem an die Rückeroberung der Stadt durch den König Jaume I. erinnert wird. Mit dem Schlachtruf “Auf nach Mallorca” (vamos a Mallorca) wurde die Insel am 31. Dezember 1229 von den Mauren zurückerobert. Silvester feiern auch die Mallorquiner mit viel Lärm, Feuerwerk und Sekt. Um Mitternacht versammelt man sich auf der plaza vor dem Rathaus. Mit jedem der 12 Glockenschläge wird eine Weintraube gegessen – es möge Glück bringen für das kommende Jahr.
Diese Finca auf Mallorca hat über Weihnachten und Silvester geöffnet und freut sich auf Gäste. Bei milden Temperaturen von mittags oft 15 bis 20 Grad lässt es sich wandern oder golfen, Fahrräder stehen bereit und Mutige nutzen den Pool für eine “Kneipp-Kur”. Wenn die Sonne scheint, kann man auf der Südterrasse der Finca draußen sitzen und beim Wandern reicht oft ein T-Shirt. Gerne serviert die Familie Abendessen nach traditionellen Rezepten der Finca.

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